Bühne im Mai: Vom Nutzen des Lampenfiebers

Das Rahmenprogramm gestalteten diesmal Lena Acoustic und Jürgen. Beide suchten vor ihrer gemeinsamen Zeit nach musikalischen Partnern, Lena singt und spielt Gitarre, Jürgen singt ebenso und spielt Gitarre und E-Piano – zumindest an diesem Abend.

Beide fanden sich schließlich bei facebook. Der Zufall wollte es, dass Jürgen denselben Namen (auch Nachnamen) wie der Vater von Lena hat. Dies war vielleicht letztendlich ausschlaggebend für die Gründung des Duos, das gut abgestimmt ihre deutschen Texte vortrug. Den großen Anteil am Gesang hatte Lena. Witzig kam der von Jürgen „übersetzte“ Song „Guantanamera“ rüber – „Tante im Meer“ sorgte für viele Lacher. Ein sympathisches Duo, das sich auch positiv über die familiäre Atmosphäre der Bühne äußerte.

Sogar in der Tageszeitung war Prof. Jabusch, vom Institut für Musikermedizin der Musikhochschule Dresden, angekündigt. Schon seit einigen Jahren sind wir mit Prof. Jabusch im Austausch, der die Konzeption unserer Bühne sehr schätzt, unterstützt und bewirbt. Er ist in der Forschung tätig, in der Lehre und im Institut für Musikermedizin, er schult Studierende, die große Ängste im Vorspielen haben oder z.B. beim „Musik machen“ Fehlhaltungen vorbeugen möchten. „Vom Nutzen des Lampenfiebers in der Musik“ war Thema des einstündigen Vortrages mit einer interessanten Diskussion im Anschluss. Lampenfieber gehört zu einem guten Vortrag unbedingt dazu, Adrenalin sorgt für eine verbesserte Durchblutung und damit mehr Sauerstoff im Hirn, die Konzentration steigt und Energie steht zur Verfügung. Es gibt diesen optimalen „Peak“ auf der Leistungskurve, bei dem alles gelingt und der Vortrag zum Erfolg wird. Wenn das Lampenfieber zu stark wird und körperliche Symptome (Schwitzen, Zittern, hohe Herzfrequenz) die Konzentration negativ beeinflussen und damit die Qualität des Vortrags, dann kann Auftrittsangst entstehen, wenn sich dieses „Unwohlsein/Versagen“ manifestiert. Geschickt schaffte Prof. Jabusch es den Spannungsbogen eine ganze Stunde zu halten, indem er aus der Forschung berichtete, aus seinem Alltag im Institut, von seinem Blackout bei einem Vorspiel als junger Mann berichtete und immer das Publikum mit einbezog. Wie unsere Projekte als ein Stufenprogramm zum Mutzuwachs angelegt sind, so instruiert auch Herr Jabusch seine Studierenden vorzugehen, wenn sie vortragsängstlich sind. So haben wir an diesem Abend von einem Professor den „Ritterschlag“ für unsere Mut-Projekte erhalten.

Nach der Pause hatte Timo Mittag das Wort und warb für das Elbsandsteingebirge und das Aktivreiseteam, das einmal im Jahr Gastgeber der „Offenen Bühne Sächsische Schweiz“ am 30. Mai 2015 ist. In Porschdorf auf einem Dreiseitenhof mit herrlichem Rundblick (unter anderem auf die Brandbaude) in einer Scheune, auf dem Dachboden, inmitten von Heu Kunst zu erleben, ist schon einzigartig. Nach der Heu-Bühne sitzt man gemeinsam am Lagerfeuer und kann auf dem Gelände im Zelt übernachten! Timo präsentierte Impressionen aus der Sächsischen Schweiz, stellte Maler vor und Komponisten, die sich vom Elbsandstein inspirieren ließen. Die Liebe zur Natur vermittelt auch das Aktivreiseteam, das Aktivitäten wie Klettern, Höhlenwandern, Schlauchbootfahren und andere anbietet. Zu den Bildern spielte Timo Didgeridoo und lud die Gäste ein, sich den Aktivhof in Porschdorf anzusehen.

Ein Abend anderer Art ging zu Ende, Annes Muffins waren wieder vorzüglich und ca. 30 Zuschauer gingen angeregt nach Hause. Danke an alle für Ihr Kommen! Bis zur letzten Bühne vor der Sommerpause – am 9. Juni! SVD

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