Rückblick

Kuscheln und Kekse essen – die "Bühne frei!" im November

Interessant und emotional – diese Worte beschreiben die BühneFrei im November am besten. Leckere Kekese wurden mit Freude gefuttert, mit Figuren wurde gelitten, über Projekte wurde gestaunt und am Ende wurden Umarmungen ausgetauscht. Für kulinarischen Hochgenuss sorgte Evys (und Gruppen-) Mutti, die uns mit dem Ergebnis der Weihnachtsbäckerei beglückte. Zimtsterne, Vanillekipferl und Oblatenlebkuchen suchten ein zuhause – und fanden es in den Mägen der Zuschauer. Rahmenact waren diesmal Art Fizz. Das Klavier-Violine-Duo spielte verschiedene Hits und animierte uns sogar zum Mitsingen. Ein schönes Miteinander und ein tolles Flair! Anne las einen Text über ihre Ängste vor und sorgte für Gänsehaut. Viele Zuschauer konnten sich mit ihren Zeilen identifizieren. In der abschließenden Diskusion stellten wir fest: „Wenn du selbst keinen Mut hast, mach anderen Mut!“ und „Wer tiefe Täler durchschreitet, kann auch viel Freude empfinden!“ Es ist erstaunlich, wieviele kleine Ängste jeder Mensch hat – aber wie viele er auch nicht hat. Man sollte sich beidem nur bewusst sein! Maxi überraschte uns erneut, denn er kann nicht nur gut Mundharmonika spielen, sondern auch Gitarre – gleichzeitig! Nachher verriet er uns sogar, wie er seine Songs erarbeitet. Aber wir verraten es nicht weiter 🙂 Maximilian Schwarz trug einen Text über seinen Onkel vor, der mühsam ein Restaurant betreibt und plötzlich im Lotto gewinnt. Der Text war witzig und bitter und manchmal wussten wir nicht, ob wir darüber lachen durften, weil es so traurig war. Das Werk war nostalgisch und sehr kraftvoll. Arche Nova stellte sich mit einer Präsentation vor und sich danach den Fragen der Zuschauer. Der Verein wurde 1992 gegründet und kümmert sich um die Wasserversorgung in Krisengebieten. Es war sehr spannend zu sehen, wie aufwändig das ist und wie man mit einfachen Mitteln Großes erreichen kann. Aduna beschäftigte sich literarisch mit dem „Unvermögen“ auszubrechen und sich den Sonnenschein zu holen, nach dem man sich sehnt. „Der blaue Ballon“ steigt und fällt ebenfalls. Ein sehr trauriger Text über Möglichkeiten und Konsequenzen. Insgesamt ein sehr nachdenklicher Abend. Wir fühlten mit, deckten auf und dachten nach. Und zum Schluss sangen wir im Keksrausch Lieder, die uns ein Stückchen Mut machten. Das Leben ist wirklich schön, wenn man die Kunst hat.

Bühne frei für Dich im Mai 2015

Liebe Freundinnen und Freunde des Projektes „Bühne frei!“, endlich wieder Frühling und „Bühne frei!“. Am kommenden Dienstag bleiben wieder die Fernsehgeräte aus, wir gehen zur Bühne! Dieses mal bekommen wir Besuch von Prof. Hans-Christian Jabusch aus der Hochschule für Musik Dresden. Er wird einen Vortrag zum Thema Lampenfieber halten. Des Weiteren kommt Timo Mittag von der Offenen Bühne Sächsische Schweiz zu uns. An Musik darf es natürlich auch nicht fehlen, ACoustic Lena wird als Rahmenakt diesen Abend musikalisch untersützen. Seid dabei, wenn es wieder heißt Bühne frei für Dich! Wir laden Euch herzlich am 12. Mai 2015, um 19 Uhr in den St. Pauli Salon auf der Hechtstraße 32 ein (im Hinterhof). Der Eintritt ist natürlich frei! Genießt die Sonne und lasst es Euch gut gehen! Viele Grüße von Sven, Stefan C, Jens, Vivian, Anne und Marc.

„Essen und Genießen“, so lautete das Motto der letzten Bühne Frei.

Liebevoll angerichtet thronten Pralinen und Wein auf weißen Tischdecken und verbreiteten erstklassiges Flair. Doch auch die Gäste waren hochkarätig! Eigens aus Berlin kamen             Giancarlo, Andrea und Marc, drei italienisch-schweizerische Gitarristen auf Europatour. Während Giancarlo sehr flott und etwas poppig spielte, schlug Andrea härtere Töne an. Marc spielte u.a. ein Lied über seinen Opa und das sehr leidenschaftlich. Beeindruckt hat vor allem seine Klopftechnik – manchmal hatten wir Angst, dass die Gitarre kaputt geht, aber diesen Abend überlebte sie 🙂 Alle drei beherrschen ihr Instrument und bringen es tatsächlich zum Singen! Max las einen leicht surrealistischen und sehr kraftvollen Text über nervige Vermieter. Max sollte man defintiv nicht nachts mit einem Blatt Papier in der Hand begegnen 😛 Doreen berichtet, wie sie eine Autorin auf der Straße getroffen und nach Dresden eingeladen hat – es klappte! Außerdem trug sie ein Gedicht vor. Ihre Präsenz ist immer wieder beeindruckend, besonders in ihre warrme Stimme kann man sich einfach nur kuscheln 🙂           Mit Aduna betrat ein neues Gesicht die Bühne und es bleibt zu hoffen, dass sie das noch öfter tut! Ihr Text über einen Arbeitsamtbuch reihte Pointe an Pointe, ohne zu lustig zu werden. Ja, das Arbeitsamt ist eine Baustelle, die man großräumig umfahren möchte! Beendet wurde der Abend mit unseren wundervollen Gitaristen. Sie spielten.. und spielten… und wenn sie nicht nach Berlin zurück gemusst hätten, hätten wir sie weiterspielen lassen! Ein gelungener Abend mit tollen Texten und emotionaler Musik! Danke an alle Künstler!