Rückblick

Es war zauberhaft gestern…

Der Tag war sehr heiß und machte Geschmack auf den Sommer. Am Abend des 10. Juni traf man sich zum letzten Mal vor der Sommerpause zur Bühne. Drei wunderbare Beiträge sollte es geben, jeder in seiner Art unvergleichlich. Stimmen danach: „Es war zauberhaft gestern…“ „Ich finde es eine tolle Reihe. Und so ein berührender Vortrag..“ Den mutigen Anfang machte Steffi Grunzel mit ihrer Travers-Flöte, einem Instrument aus dem 17. Jahrhundert als französishce Weiterentwicklung der Renaissance-Flöte. Sie spielte 4 Stücke und verzauberte die Zuhörenden mit ihrem Spiel. Flink bewegten sich die Finger über das barocke Intrument. Ein warmer Klang erfüllte den Raum und nahm das dankbare Publikum mit auf eine Reise in das vergangene Zeitalter. Mathias berichtete aus seinem Leben mit Sozialphobie. Sehr eindrücklich erzählt der junge Student aus seinem Leben, das immer wieder geprägt war von Episoden der Hilflosigkeit und Unsicherheit. Er berichtete, wie er nach der Konfrontation mit seiner Familie und dem „Thema“ sein Leben wieder selbst in die Hand nimmt, sich gegen die Spirale der Angst aufbäumt, Hilfe sucht und findet. Mathias hat noch ein Stück Weg vor sich, weiß aber, dass er es schaffen wird und bald sein abgebrochenes Studium beendet. Das Publikum zollte ihm Respekt und Anerkennung für seinen mutigen Vortrag. Castorp & Ollux, ein Künstler-Duo aus Dresden, stellte ein von ihnen illustriertes und getextetes Kinderbuch vor. Offenheit und Klartext zeichnet die beiden aus und eine große Liebe zu wundervollen Bildern. Castorp zeichnet vor, Ollux zeichnet farbig – dazu ein Text, der Kinder mit Themen konfrontiert, die nicht allgegenwärtig sind, von Eltern oft verschwiegen, von der Gesellschaft tabuisiert. „Kindern kann man vieles zumuten“ – vor allem, wenn es um die Wahrheit und das Menschsein geht. Und um den Mut, anders als andere zu sein. Danke an alle für den schönen Abend! Am 9. September 2014 hebt sich wieder der Vorhang: „Bühne frei! für Mut & Selbstvertrauen

Der Literarische Abend im Mai

Es war ein lauer Frühlingsabend, als sich ein paar Freiwillige (Vortragende und Zuguckende) Hinterhof des St.Pauli-Salon versammelten. Inmitten abstrakter Bilder von … gab es Appetitliches für Geist und Gaumen. Den Anfang machte Amina Kühnel, Inhaberin des Dresdner Schokoladenhandwerk. Sie erzählte, wie sie von Marrokko nach Deutschland und zur Schokolade kam. Spannender als die Schokolade selbst war ihn Leben als Unternehmerin mit Höhen und Tiefen. Respekt für diese Arbeit! Und da vor der Arbeit das Vergnügen kommt, durften leckere Pralinen genascht werden – ein Genuss! Danach las Maximilian einen Text über Ordnung vor. Inspiriert vom alltäglichen Chaos erzählte er lakonisch, wie Ordnung entsteht und wie man sie wieder los wird. Der Text war lustig, verzichtete aber auf brachialen Humor – man musste oft schmunzeln, aber nicht loslachen. Sehr gut! Traurig wurde es bei Vivian. Die vier Gedichte handelten von fiesen Menschen und dem Umgang mit ihnen sowie dem Gefühl, am Ende des Tages nichts geleistet zu haben. Steffen beschäftigte sich in seinem Text mit Dingen, die man sich borgt, aber nicht zurück gibt – oder geben kann. Denn in Gegenständen steckt meistens mehr als kalte Luft. Die Erzählung hatte neben amüsanten auch melancholische Noten. Mit einem strahlenden Lächeln betrat Doreen die Bühne und las einen Text über ein Kind vor, das seinen Geburtstag feiert. Die Geschichte sprühte vor Liebe, was auch an ihrer Stimme lag. Obwohl es hell war, glitzerten überall Sternchen.